Aug 1, 2011
Nachwuchskräfte im deutschsprachigen Raum – worauf Personaler achten müssen (Teil 1)
53 Prozent der Personalverantwortlichen in Deutschland möchten im deutschsprachigen Raum geeignete Kandidaten für ihr Unternehmen finden, so die Ergebnisse der Personalerbefragung zum Wirtschaftswoche-Hochschulranking von Universum und access KellyOCG. Doch was ist für die Nachwuchskräfte aus der Schweiz oder aus Österreich wichtig? Worauf legen sie Wert, wenn sie sich nach einem Arbeitgeber umschauen? Im Folgenden geben wir Ihnen ein paar Tipps und zeigen Ihnen, wie die Schweizer Studierenden im Vergleich zu den deutschen ticken.
Ein attraktiver Arbeitgeber in den Augen der deutschen Studierenden
In der Universum Student Survey bestätigen sowohl die angehenden Wirtschaftswissenschaftler als auch Ingenieure, dass ein attraktives Grundgehalt das wichtigste Kriterium bei der Suche nach dem idealen Arbeitgeber ist. Die Deutschen schätzen außerdem besonders eine freundliche Arbeitsumgebung und haben gerne Chefs, die ihre berufliche Entwicklung fördern. Sie wollen ihr Können beweisen und suchen herausfordernde Arbeitsaufgaben – ein Faktor, der für die junge Generation so wichtig ist, dass sie in Verruf geraten sind, Job-Hopper zu sein, also schnell den Arbeitgeber zu wechseln, sobald die Routine Einzug in den Arbeitsalltag hält. Doch die Aussagen der Studierenden selbst relativieren das – sie bleiben gerne einem Arbeitgeber treu, nur Langeweile im Beruf darf nicht sein.
Die deutschen Studierenden haben ihre weitere Karriereentwicklung im Auge und achten deswegen darauf, dass der erste Job als gute Referenz für die berufliche Laufbahn taugt.
Präferenzen der Schweizer Studenten
Die Schweizer Studierenden möchten in ihrer zukünftigen Laufbahn vor allem ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben erreichen. Das bedeutet aber nicht, dass die junge Generation nicht leistungswillig ist. Vielmehr möchten sie die Arbeitsbedingungen flexibel gestalten und die Arbeitszeiten den privaten Umständen entsprechend anpassen können. Der Trend geht also eindeutig weg von der Präsenz- hin zur Leistungskultur. (Und das nicht nur in der Schweiz. Die Mehrheit der Studierenden weltweit wählt Work-Life-Balance an die Spitze der beruflichen Ziele – 2011 zum ersten Mal auch in China.)
Für die Schweizer steht an zweiter Stelle die intellektuelle Herausforderung, gefolgt von der Führungsposition mit Personalverantwortung.
Was die Faktoren der Arbeitgeberattraktivität betrifft, so legen die angehenden Schweizer Akademiker verstärkt Wert auf das soziale Engagement des Unternehmens. Ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld, das die Einsteiger vor immer neue, spannende Aufgaben stellt, sind die Aspekte, die den Arbeitsalltag idealerweise bestimmen sollten. Das Gehalt ist für sie ein Hygienefaktor, wird bei den Prioritäten aber nicht an erster Stelle genannt.
Lesen Sie in Kürze im zweiten Teil über die beruflichen Prioritäten der Nachwuchskräfte in Österreich.



Joanna Rusin-Rohrig
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