Employer Branding und Diversity – die Fachtagung auf den Universum Awards

Das Leitthema der diesjährigen Fachtagung auf den Universum Awards war Diversity. In Vorträgen mit Best Practice Beispielen gaben Experten von Morgan Stanley, E.ON, Deutscher Telekom, Hypovereinsbank und Uni zu Köln Einblicke in Employer Branding-Strategien, welche die Vielfalt im Unternehmen fördern.

Stephanie Ahrens, EMEA Head of Graduate Recruitment berichtete über die Herausforderung 60/40. Morgan Stanley möchte 60 Prozent der Nachwuchskräfte aus dem Non-Finance Bereich rekrutieren. Die Erhöhung des Anteils der Frauen in dem von Männern stark dominierten Investment Banking ist auch bei Morgan Stanley akut.

Einige gute Beispiele, wie Frauenförderung aussehen kann, stellte Monica Wertheim, Vice President Employer Reputation & Corporate Culture bei E.ON vor. Netzwerken und das Verständnis für die Besonderheiten der männlichen Kommunikation gab sie den Zuhörern als Tipps mit auf den Weg.

Marc-Stefan Brodbeck, Vice President Recruiting & Talent Service, ging natürlich auf die von der Deutschen Telekom selbstauferlegten Frauenquote ein.  “Die Quote zwingt uns, etwas zu unternehmen. Wenn genug Frauen in Führungspositionen vertreten sind, können wir auf die Quote verzichten”, so Herr Brodbeck. Das Thema seiner Präsentation war aber hauptsächlich die Vielfalt unter den Mitarbeitern. Seine Forderung an die HR-Kollegen: Lassen Sie uns aufhören, Pinguine zu sein! Denn Pinguine rekrutieren Pinguine.

Nach einer kurzen Networking-Pause bei Kaffee und Kuchen ging es weiter mit zwei parallelen Vorträgen. Max Lehmann von der Hypovereinsbank (UniCredit Group) sprach sehr offen über die Umsetzung eines internationalen Trainee-Programms und der Strategie dahinter. Mentalitätsunterschiede und Differenzen des Arbeitsmarktes in Europa stellten die Ideengeber des Traineeprogramms vor große Herausforderungen.

Professor Dirk Sliwka von der Uni zu Köln stellte die Ergebnisse seiner Studie über Frauen in Führungspositionen vor. Der Vergleich der Karriereverläufe von Männern und Frauen förderte interessante Fakten zu Tage, die unter anderem das Vorgehen von Frau Wertheim untermauerten. Denn das Fehlen von Vorbildern und Mentoring sind Karrierehindernisse für Frauen.

Die Fachtagung schloss mit einer Panel-Diskussion mit Mitgliedern von Springboardr www.springboardr.com. Fünf Studierende, die jeweils ein Karriere-Profil (Hunter, Idealist, Explorer, Entrepreneur, Leader) repräsentierten standen den Personalverantwortlichen Rede und Antwort. Schnell entwickelte sich eine angeregte Diskussion über die Vorstellungen der Studierenden zu Auslandsaufenthalt  oder in Bezug auf die Work-Life-Balance. Da lange nicht alle ihre Fragen los werden konnten, überlegen wir, ob das Panel auch im nächsten Jahr auf der Agenda stehen soll.

Bild: Ann-Katrin Saager, Friderike Junginger, Isabel Petzke, Max Wald und Steffi Krause sprechen über ihre Arbeitgeberpräferenzen


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