7.000 Professionals wählen ihre Arbeitgeberfavoriten

BMW, Audi, Google und die Max-Planck-Gesellschaft sind die Arbeitgeberfavoriten der Professionals 2010. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs, bleibt auch in diesem Jahr Jobsicherheit eine der wichtigsten Karriereprioritäten. Die Wechselbereitschaft der Professionals ist sogar im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das zeigen die Ergebnisse der diesjährigen Professionals-Studie von Universum. Die aktuellen Rankings sind hier abrufbar.

Zwischen September und Oktober 2010 befragte Universum 7.046  Professionals mit mindestens einem und maximal acht Jahren Berufserfahrung zu Karriereaussichten und Arbeitgeberattraktivität. Die Resultate dieser Befragung sind die Grundlage für die Arbeitgeberrankings in der Ausgabe 49/2010 der Wirtschaftswoche. Zum Artikel

Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten Wochen und Monaten wirkt sich noch nicht verstärkend auf die Bereitschaft der Professionals aus, eine neue Stelle zu suchen. Die Ergebnisse der neuesten Studie zu Arbeitgeberpräferenzen und Karriereplänen von Young Professionals durchgeführt von Universum belegen, dass die Zeiger, ähnlich wie im Krisenjahr 2009, auf Jobsicherheit stehen. Für 38 Prozent der Befragten zählt eine sichere Anstellung zu den Top-Karrierezielen, 2009 waren es 35 Prozent.

Parallel dazu sagen 21 Prozent der Studienteilnehmer, dass sie ihre Stelle nicht wechseln wollen. Das sind ein wenig mehr als 2009. „Man darf allerdings nicht übersehen, dass 23 Prozent in den nächsten sechs Monaten einen neuen Arbeitgeber finden wollen, weitere 16 Prozent haben es in den kommenden zwölf Monaten vor. Die latente Wechselbereitschaft ist demnach durchaus weiterhin vorhanden“, kommentiert Axel Keulertz, Research Director DACH bei Universum. „Young Professionals warten anscheinend noch ab, bis sich die Wirtschaftslage stabilisiert, bevor sie sich vermehrt nach neuen Stellen umschauen. Sie möchten in ihre Employability investieren und achten auf Weiterbildungsmöglichkeiten und Referenzen für die zukünftige Laufbahn“, so Keulertz weiter.

Work-Life-Balance

Der Fokus auf Work-Life-Balance ist in diesem Jahr noch stärker ausgeprägt. Das ausgewogene Verhältnis zwischen der Arbeit und dem Privaten nennen 52 Prozent der Teilnehmer an der Universum-Studie als wichtiges Karriereziel und setzen es damit auf Platz eins aller beruflichen Aspirationen. Was bedeutet aber Work-Life-Balance für Berufstätige genau?
„Die Professionals verstehen darunter vor allem die Flexibilität im Arbeitsalltag, das heißt keine starren Arbeitszeiten und die Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten“ fasst Axel Keulertz die Ergebnisse der Befragung zusammen. „Außerdem wird im Idealfall die Karriere nicht von der Familienplanung beeinflusst“.
Unter den wichtigsten Faktoren der Work-Life-Balance findet sich mit 28 Prozent der Nennungen auch die gute Arbeitsatmosphäre unter den Kollegen. Was im Büro gut funktioniert, muss aber nicht unbedingt auf den Feierabend übertragen werden: Die Freizeitaktivitäten mit anderen Mitarbeitern sind das Schlusslicht in der Auswertung.

Arbeitgeberrankings 2010

In der Gunst der Professionals mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund steigen in diesem Jahr Arbeitgeber wie Volkswagen, Henkel oder Bertelsmann. Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei den Ingenieurwissenschaftlern in Bezug auf die Schaeffler Gruppe und Continental: Die Übernahmeschlacht hat den beiden Unternehmen als Arbeitgeber nicht geschadet. Im Gegenteil, sowohl Schaeffler als auch Conti konnten 2010 um einige Plätze im Ranking steigen.

Die vollständigen Rankings finden Sie auf www.universumglobal.com/IDEAL-Employer-Rankings/Professional-Surveys/Germany

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