Nov 8, 2010
Missverständnisse über Employer Branding – Teil 4
Employer Branding braucht, wer aktuell Stellen zu besetzen hat
Von Nelly Riggenbach Hasler, Director DACH, Universum
Ein gängiges Missverständnis beim Thema Employer Branding ist der Glaube, dass es nur betrieben werden sollte, wenn das Unternehmen gerade aktiv rekrutiert. Es scheint, dass man in Krisenzeiten die Arbeitgebermarke in die Kurzarbeit schicken müsste, da sie dann nicht so dringend gebraucht wird. Doch nichts ist fataler als das!
Beginnen Sie mit dem strategischen Aufbau Ihrer Arbeitgebermarke nicht erst dann, wenn auch alle anderen im Talentpool fischen. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits zu spät. Wenn Sie planen, in Zukunft wieder neue Mitarbeiter zu gewinnen, ist die Pflege Ihrer Arbeitgebermarke essenziell. Seien Sie vorbereitet, wenn die Konkurrenz anfängt, qualifizierte Fachkräfte anzuwerben. Stechen Sie Wettbewerber aus mit einer klaren Positionierung als Arbeitgeber und mit Mitarbeitern, die aus Überzeugung in Ihrem Unternehmen jeden Tag das Beste geben. Ihre Employer Branding-Arbeit sollte auf der strategischen Ebene geplant und idealerweise in Zusammenarbeit zwischen der HR- und Kommunikationsabteilung sowie mit Beteiligung des Managements durchgeführt werden.
Gerade in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten scheinen für manche kurzfristig angelehnte Aktivitäten mit direktem ROI attraktiver als langfristig angelegtes Handeln. Wer jedoch vom Aufschwung profitieren will, braucht die richtigen Mitarbeiter. Diese anzusprechen und zu halten, geht jedoch nicht von heute auf morgen.



Joanna Rusin-Rohrig
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