Mar 3, 2010
Die Gehaltserwartung der deutschen Studenten im internationalen Vergleich
Universum wertet die Ansprüche von Studierenden in 16 Ländern aus – Deutsche Studenten erwarten ein Einstiegsgehalt von durchschnittlich 39.476 Euro im Jahr. Das beschert ihnen einen Platz im oberen Viertel der von Universum befragten Studierenden in 16 Ländern. Die höchsten Erwartungen haben die Schweizer Studenten, welche im Durchschnitt
55.559 Euro Wunschjahresgehalt angeben.
Auf die Eidgenossen folgen die Dänen mit 49.830 Euro und die Norweger mit einer Erwartung von durchschnittlich 44.693 Euro.
Diese Ergebnisse stammen aus dem ersten Quartal 2009, in dem Studenten an nationalen Befragungen zu ihrer Karriereerwartungen und Arbeitgeberpräferenzen teilgenommen haben. Universum stellt jedem Teilnehmer die Frage: „Welches Bruttojahreseinkommen erwarten Sie bei Ihrem ersten Job nach dem Studium?“
Die Zahlen spiegeln nicht das tatsächliche Gehaltsniveau in den einzelnen Ländern wider, sondern sind vielmehr ein Indiz für die Gehaltsansprüche der Absolventen.
Die niedrigsten Erwartungen in Westeuropa haben die italienischen Studenten. Sie rechnen mit durchschnittlich 19.155 Euro. Die Polen möchten 10.374 Euro im Jahr vom Arbeitgeber bekommen, die Russen erwarten 9.109 Euro. Chinesische Studierende rechnen dagegen mit 5.833 Euro im Jahr.
Im Mittelfeld platzierten sich Studenten aus den USA (34.452 €), Finnland (33.531€), Frankreich (32.805 €), Schweden (32.714 €), Österreich (29.773 €), den Niederlanden (28.807 €), Großbritannien (25.640 €) und Spanien (23.193 €).
Axel Keulertz, Research Director bei Universum kommentiert: „In der Krise machen Absolventen eher Abstriche bei der Gehaltsverhandlung, um den Berufseinstieg in der schwierigen wirtschaftlichen Situation nicht zu gefährden. Die Ansprüche an die Entlohnung variieren außerdem stark je nach Fachrichtung. Ein Ingenieur rechnet in Deutschland beispielsweise mit 42.393 Euro, ein Naturwissenschaftler dagegen mit 37.451 Euro“.
Die Ergebnisse der Studierendenbefragung 2010 mit den Daten zu Arbeitgeberpräferenzen und Gehaltswünschen werden im Mai vorliegen.



Joanna Rusin-Rohrig
Nelly Riggenbach Hasler,
Stefan Lake
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